Lademodus 1: E-Auto an Steckdose laden

31.08.2022

Kann ich mein E-Auto an einer normalen Steckdose laden?

Zuletzt aktualisiert: 10.11.2022Lesezeit: 3 Minuten

Die kurze Antwort darauf, ob du dein E-Auto an einer normalen Steckdose laden kannst, ist ja.

Prinzipiell können Elektroautos an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden.

Aber ganz so einfach ist es nicht. 

Du kannst nämlich entweder im Mode 1 und Mode 2 an einer Haushaltssteckdose laden. 

Vom Laden an einer Steckdose im Mode 1 raten wir ab, da diese Art des Ladens wesentliche Nachteile hat und Gefahren birgt, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Das Laden an einer Steckdose im Mode 2 ist die bessere und sichere Alternative.

Warum wir vom Mode 1-Laden abraten, wie du sicher an einer Steckdose lädst und welche Alternativen es gibt, erklären wir dir in diesem Artikel.

Das E-Auto an normaler Steckdose im Mode 1 laden

Fährt man ein Elektroauto, kann es schon mal passieren, dass die nächste öffentliche Ladestation noch etwas weiter entfernt liegt, als man es gerne hätte. Darüber hinaus hat nicht jeder Elektroauto-Besitzer eine Ladestation zu Hause installiert.

Da tendiert man leicht dazu, das E-Auto an eine normale Haushaltssteckdose anzuschließen, um es für die nächste Fahrt aufzuladen. 

Im Grunde ist das auch möglich. Du brauchst dafür lediglich ein Notladekabel, das manchmal mit den E-Autos mitgeliefert wird. Damit könntest du im Modus 1 laden. 

Lademodus 1: E-Auto an normaler Steckdose laden

Auch wenn es bequemer erscheint, dein Auto an einer normalen Steckdose (= Schuko-Steckdose) im Mode 1 aufzuladen, hat diese Art des Ladens aber zwei wesentliche Nachteile:

  1. Lange Ladezeit
  2. Gefahr von Brandschäden 

Darüber hinaus ist diese Art zu Laden in vielen Ländern verboten.

Nachteil #1: Hohe Ladezeiten beim Laden deines E-Autos an einer normalen Steckdose

Wenn du dich entscheiden müsstest, ob du 4 Stunden oder 24 Stunden damit verbringen möchtest, dein E-Auto aufzuladen, ist es ziemlich offensichtlich, was du wählen würdest. Natürlich das schnellere Laden.

Lädst du dein E-Auto an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose, kann das Laden eines Elektroautos mit einer mittelgroßen Batterie (40-50 kWh) aber bis zu 24 Stunden dauern. Die Ladezeiten an einer normalen Steckdose sind also relativ hoch.

Nicht unbedingt eine attraktive Lösung, oder?

Im Vergleich dazu lädst du an einer AC-Ladestation meist 2 bis 6 Stunden. Beachte aber, dass die Ladezeiten im Wesentlichen von 5 Faktoren abhängig sind und somit variieren können.

Vergleich: Dreiphasiges Laden mit Wallbox vs. Laden an normaler Steckdose

In der folgenden Tabelle findest du einige Richtwerte, wie lange das Laden einer Renault Zoe ZE40 (0-100%) mit dem jeweiligen Anschluss und der jeweiligen Wallbox dauert. 

Die berechneten Ladezeiten basieren auf den folgenden Eigenschaften der Renault Zoe ZE40:

  • Batteriegröße: 41 kWh
  • Max. AC Ladeleistung Basisversion: 22 kW
  • Anzahl der Phasen: dreiphasig
  • Max. Ladestrom bei AC-Ladestationen: 32 A

 

 

Anschluss

Leistung

Geschätzte Ladedauer

Normale Steckdose

230 V, 10 A

2.3 kW

18.33 h

go-e Charger Gemini flex 22 kW

dreiphasig

22 kW

2.36 h

go-e Charger Gemini flex 11 kW

dreiphasig

11 kW

4.21 h

go-e Charger Gemini 11 kW

dreiphasig

3.7 kW

11.64 h

go-e Charger Gemini 11 kW

dreiphasig

11 kW

4.21 h

 

Möchtest du die Ladezeit deines E-Autos berechnen, kannst du das mit unserem E-Auto Ladezeit-Rechner tun.

Nachteil #2: Mögliche Brandschäden durch das Laden an einer normalen Steckdose im Mode 1

Durch die hohen Ladeströme und die Dauerbelastung beim Mode-1-Laden besteht die Gefahr einer Überhitzung der Steckdose und Leitungen, was im schlimmsten Fall auch zu einem Brand führen kann. 

Es gibt zwei Gründe dafür:

  1. Normale Steckdosen sind für den Hausgebrauch ausgelegt und können daher nur eine maximale Stromleistung von 16 Ampere verarbeiten. In vielen Fällen sogar höchstens 10 A. Das heißt, dass eine Haushaltssteckdose relativ schnell überlastet wird, wenn du damit auch noch dein E-Auto lädst. Das Laden von Autobatterien mit mehr als 20 kWh ist daher nur mit niedrigem Ladestrom möglich und somit mit einer hohen Ladezeit verbunden.
  2. Das Alter und der Zustand der Steckdose können eine bedeutende Rolle spielen. Insbesondere Steckdosen in älteren Gebäuden sind für das Laden von E-Autos nicht ausgelegt.

Das Mode-1-Laden kann aber nicht nur für die Elektroinstallation und das Elektroauto gefährlich werden, sondern auch für die Person, die das Auto lädt. 

Da keine Schutzmaßnahmen vorhanden sind, die die Kontrolle und Kommunikation mit dem Fahrzeug erlauben, steht die Ladeschnittstelle sofort unter Spannung und bietet keinen elektrischen Schutz.

Beim Laden deines E-Autos an der normalen Steckdose ist somit ein FI-Schalter (Typ B) in der Elektroinstallation des Hauses unbedingt notwendig, da er vor durch das Auto verursachten Gleichstromfehlerströmen schützt.

Auch wenn es auf den ersten Blick am einfachsten erscheint, das E-Auto an der Haushaltssteckdose mit einem Notladekabel im Lademodus 1 zu laden, raten wir dir aus den oben genannten Gründen dringend davon ab. Auch wenn du einen FI-Schalter (Typ B) in deiner Elektroinstallation integriert hast, ist nicht 100%-ig sichergestellt, dass ein Fehlerfall in der Elektroinstallation abgefangen werden kann.

E-Auto im Mode 2 an der Steckdose laden

Solltest du dennoch an einer Haushaltssteckdose laden wollen, dann empfehlen wir dir entweder mit einem Notladekabel mit ICCB, einer sogenannten In-Cable-Control-Box, zu laden oder mit einer Wallbox.

Bei einem Notladekabel mit ICCB handelt es sich aber nicht mehr um das Laden im Lademodus 1, sondern um das Mode-2 Laden. Dieses Ladekabel, welches auch als mobile Ladestation bezeichnet wird, hat eine kleine Kontrollbox (also die ICCB), die sicheres Laden gewährleistet. Die Ladeleistung beträgt aber auch hier nur 2,3 kW, was bedeutet dass du relativ lange lädst.

Daher empfehlen wir dir das Laden mit einer smarten Wallbox. Das geht deutlich schneller.

Auch mit einer Wallbox, wie dem go-e Charger und passendem go-e Adapter, lädst du einfach und sicher an einer Haushaltssteckdose. Die Ladezeit ist jedoch genauso hoch wie beim Laden mit dem ICCB-Kabel.

Preislich gesehen ist das Laden mit einer Wallbox zu Hause die günstigste Option.

Willst du eine Ladestation für Zuhause installieren, hast du die Qual der Wahl. Du kannst entweder eine stationäre oder eine mobile Wallbox wählen.

Der Vorteil der mobilen Wallbox ist der, dass du sie selbst montieren kannst, ohne einen Elektriker beauftragen zu müssen. Und: Du kannst den mobilen Charger mit auf Reisen nehmen. 🥳

Die bessere Alternative: Das Laden mit einer Wallbox

Wir empfehlen das Laden mit einer Wallbox im Mode 2 oder Mode 3, da es deutlich schneller geht und vor allem sicher ist. 

Preislich liegen Wallboxen am Markt zwischen 550 EUR (für Ladestationen ohne zusätzliche Funktionen) und 1600 EUR+. 

Es gibt eine weit verbreitete Meinung, dass hohe Qualität teuer ist. Das muss es aber nicht sein! Wir haben es geschafft, diesen Mythos zu brechen. 

Unser go-e Charger Gemini 11 kW kostet 749 EUR und hat mit Verwendung der go-e Charger App viele Komfortfunktionen, auf die die meisten Elektroautobesitzer ungern verzichten möchten.

Kostenvergleich: Wallboxen

Das zeigt, dass du kein Vermögen ausgeben musst, um eine E-Auto-Ladestation zu kaufen, die deinen Ansprüchen gerecht wird.


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