Wallbox mit Wechselrichter verbinden und Solarstrom zum Laden nutzen
Wallbox mit Wechselrichter verbinden: Erfahre wie PV-Überschussladen mit EMS, Energiezähler und Solarstrom für dein E-Auto funktioniert.
Du hast eine PV-Anlage oder planst gerade eine und möchtest dein E-Auto möglichst oft mit eigenem Solarstrom laden? Dann kommen schnell ein paar Fragen auf: Wie viel PV-Strom landet wirklich im Auto? Brauchst du dafür einen Stromspeicher? Reicht eine normale Wallbox oder ist ein Energiemanagementsystem notwendig? Und lohnt sich Laden mit Photovoltaik auch dann, wenn dein Auto nicht jeden Tag tagsüber zu Hause steht?
Laden mit Photovoltaik bedeutet, dass du dein Elektroauto ganz oder teilweise mit Strom aus deiner eigenen PV-Anlage lädst. Der Solarstrom wird entweder direkt genutzt, wenn er gerade erzeugt wird, oder über eine Steuerung so verteilt, dass möglichst viel davon im eigenen Haushalt bleibt. Besonders interessant wird das, wenn deine PV-Anlage mehr Strom produziert, als Hausgeräte, Wärmepumpe oder andere Verbraucher im selben Moment benötigen. Dieser überschüssige Strom kann dann in die Fahrzeugbatterie fließen, statt vollständig ins öffentliche Netz eingespeist zu werden.
Beim reinen Netzladen kommt die Ladeenergie vollständig aus dem Stromnetz. Beim Laden mit Photovoltaik wird dagegen zuerst geprüft, ob eigener Solarstrom verfügbar ist und wie viel davon sinnvoll fürs Auto genutzt werden kann. Reicht die PV-Leistung nicht aus oder muss dein Auto zu einem bestimmten Zeitpunkt voll sein, kann weiterhin Netzstrom ergänzen.
Hier erfährst du, welche Möglichkeiten es 2026 gibt, welche Komponenten dafür wichtig sind und welches Setup zu welchem Ladealltag passt.
Laden mit Photovoltaik hat vor allem einen Vorteil: Du nutzt mehr von dem Strom, den deine PV-Anlage ohnehin erzeugt. Statt überschüssigen Solarstrom einzuspeisen und dein E-Auto später mit Netzstrom zu laden, kann die Energie direkt in die Fahrzeugbatterie fließen.
Eigenverbrauch erhöhen: Eine PV-Anlage produziert häufig tagsüber Strom, also oft zu Zeiten, in denen der Haushaltsverbrauch ohne zusätzliche Verbraucher eher niedrig ist. Ein E-Auto kann solche PV-Überschüsse aufnehmen und macht aus selbst erzeugtem Solarstrom direkt Reichweite.
Ladekosten senken: Je mehr Solarstrom du selbst nutzt, desto weniger Strom musst du aus dem Netz beziehen. Wie groß die Ersparnis ist, hängt von Stromtarif, Einspeisevergütung, PV-Größe und Fahrprofil ab. Die genaue Wirtschaftlichkeitsberechnung erklären wir im Artikel E-Auto mit Photovoltaik laden.
PV-Anlage wird effizienter genutzt: Laden mit Photovoltaik erweitert den Nutzen einer PV-Anlage. Der erzeugte Strom wird nicht nur für Haushaltsgeräte oder Wärmepumpe verwendet, sondern auch für einen der größten Verbraucher im Haus: das E-Auto.
Netzstrombezug wird reduziert: Ganz ohne Netzstrom geht es meist nicht, besonders im Winter oder beim Laden in der Nacht. Trotzdem kann der Netzbezug deutlich sinken, wenn regelmäßig PV-Überschuss für das Auto genutzt wird.
Intelligentere Steuerung: Mit einer passenden Wallbox und einem Energiemanagementsystem, wie dem go-e Controller, muss der Ladevorgang nicht ständig manuell angepasst werden. Das System erkennt verfügbaren PV-Überschuss und regelt die Ladeleistung automatisch.
Besonders sinnvoll ist Laden mit Photovoltaik, wenn das Auto regelmäßig tagsüber zu Hause steht oder Ladezeiten flexibel geplant werden können. Dann kann möglichst viel PV-Überschuss genutzt werden. Wer überwiegend abends oder nachts lädt, kann das Setup mit Heimspeicher, HEMS oder dynamischem Stromtarif erweitern.
Laden mit Photovoltaik kann sehr einfach starten und später erweitert werden. Wichtig ist: Die folgenden Möglichkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus. Heimspeicher, HEMS oder dynamischer Stromtarif können das PV-Überschussladen ergänzen, wenn mehr Automatisierung oder Kostenoptimierung gewünscht ist.
Möglichkeit | Was passiert? | Anwendungsfall | Bedarf |
|---|---|---|---|
Manuelles Laden mit PV-Strom | Das E-Auto wird geladen, wenn gerade Solarstrom verfügbar ist. Ob ausschließlich PV-Überschuss genutzt wird, lässt sich ohne automatische Steuerung jedoch nicht sicherstellen; so wird in der Regel auch Netzstrom bezogen. | Einfaches Setup, gelegentliches Laden tagsüber. | Wallbox, PV-Anlage |
Automatisches PV-Überschussladen | Die Wallbox nutzt bevorzugt den Strom, der nach dem aktuellen Hausverbrauch übrig bleibt. Die Ladeleistung wird automatisch angepasst. | Wenn der Eigenverbrauch erhöht und Netzstrom beim Laden reduziert werden soll. | Wallbox, EMS, PV-Anlage |
Automatisches PV-Überschuss-Laden mit Heimspeicher | PV-Überschuss kann in den Speicher fließen und so später bereitgestellt werden. | Wenn tagsüber mehr Solarstrom erzeugt wird, als der Haushalt direkt verbraucht, kann ein Batteriespeicher den Überschuss für die Abend- und Nachtstunden bereitstellen. | Wallbox, EMS, PV-Anlage, Batterie |
PV-Laden mit HEMS und dynamischem Stromtarif | Das System kombiniert PV-Überschussladen mit günstigen Strompreiszeiten und kann dabei auch den Haushaltsverbrauch sowie weitere Energiekomponenten berücksichtigen. | Wenn mehrere Energiekomponenten gemeinsam optimiert werden sollen, etwa PV-Anlage, Wallbox, Batteriespeicher und flexible Verbraucher. | Wallbox, HEMS, PV-Anlage, dynamischer Tarif, optional Speicher |
Wie PV-Überschussladen technisch funktioniert und welche Komponenten zusammenspielen, erklären wir im Detail im Artikel PV-Überschussladen mit Wallbox: Hole das Maximum aus deiner Photovoltaikanlage heraus.
Für viele Haushalte ist automatisches PV-Überschussladen der zentrale Einstieg in ein optimiertes Setup. Ein Heimspeicher, HEMS oder dynamischer Stromtarif wird dann relevant, wenn Solarstrom für die Nacht gespeichert wird, mehrere unterschiedliche Verbraucher gesteuert oder günstige Netzstromphasen zusätzlich genutzt werden sollen. Entscheidend ist also nicht nur die Technik, sondern vor allem der Ladealltag: Wann steht das Auto zu Hause, wie flexibel kann geladen werden und wie viel Automatisierung ist gewünscht?
Für die Auswahl zählt vor allem der Ladealltag:
Manuelles Laden mit PV-Strom passt, wenn das Auto nur gelegentlich tagsüber geladen wird und keine automatische Optimierung nötig ist. Die Lösung ist technisch einfach, erfordert aber mehr manuelle Kontrolle, damit möglichst viel PV-Strom und wenig Netzstrom genutzt wird.
Automatisches PV-Überschussladen ist sinnvoll, wenn das Auto regelmäßig tagsüber zu Hause steht. Die Wallbox lädt dabei nicht mit einer festen Leistung, sondern passt die Leistung mithilfe von automatischer Phasenumschaltung laufend an den verfügbaren PV-Überschuss an. Das ist wichtig, weil die Solarleistung je nach Wetter, Tageszeit und Haushaltsverbrauch schwankt.
Ein Heimspeicher ergänzt PV-Überschussladen, indem er überschüssigen Solarstrom speichert, wenn er nicht direkt verbraucht wird. So kann der Strom später im Haushalt genutzt werden, etwa wenn keine Sonne mehr scheint. Bei besonders großen Heimspeichern könnte später auch etwas Strom zum Laden des Autos verwendet werden.
Ein HEMS erweitert das PV-Überschussladen um eine zusätzliche Optimierungsebene. Ein HEMS wird vor allem dann relevant, wenn mehrere Verbraucher und Energiequellen im Haushalt automatisch gemeinsam gesteuert werden sollen.
Lese mehr zum Thema in unserem Artikel zum Thema “Kostenoptimiertes Laden mit deiner eigenen PV-Anlage, HEMS und dynamischen Tarifen”.
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Beim manuellen Laden wird das E-Auto bei Sonnenschein angesteckt und lädt mit der eingestellten Ladeleistung. Ob dabei tatsächlich PV-Überschuss genutzt wird, lässt sich ohne automatische Steuerung aber kaum zuverlässig sicherstellen. Dafür müssten PV-Erzeugung, Haushaltsverbrauch und Ladevorgang regelmäßig kontrolliert und die Ladeleistung bei Bedarf angepasst oder der Ladevorgang beendet werden. Doch selbst dann bleibt es auch etwas wie eine Art Glücksspiel.
Empfehlung:
Sinnvoll als einfacher Einstieg, wenn das Auto gelegentlich tagsüber geladen wird und keine zusätzliche Steuerung gewünscht ist.
Passendes Setup: Wallbox + PV-Anlage.
Automatisches PV-Überschussladen ist für viele Haushalte der sinnvollste Schritt. Die Wallbox lädt nicht einfach mit fixer Leistung, sondern nutzt bevorzugt den Strom, der nach dem aktuellen Hausverbrauch übrig bleibt. Ein EMS erkennt den verfügbaren PV-Überschuss und passt die Ladeleistung automatisch an.
Vertiefung zur technischen Umsetzung findest z. B. hier: PV-Überschussladen mit dem go-e Charger
Empfehlung:
Sinnvoll für Haushalte, in denen das E-Auto regelmäßig zu Hause steht, etwa nach der Arbeit, am Wochenende oder an Home-Office-Tagen.
Passendes Setup: steuerbare Wallbox + EMS + PV-Anlage.
Dieses Setup ist interessant, wenn nicht nur das Laden des E-Autos, sondern mehrere Energieflüsse im Haushalt aufeinander abgestimmt werden sollen. Ein Heimspeicher kann überschüssigen Solarstrom speichern und später im Haushalt bereitstellen, etwa wenn keine Sonne mehr scheint. Ein HEMS wird vor allem dann relevant, wenn mehrere Verbraucher und Energiequellen gemeinsam gesteuert werden sollen, zum Beispiel PV-Anlage, Wallbox, Speicher, Wärmepumpe und Haushaltsverbrauch.
Willst du mehr zur Kombination aus PV, Stromtarif und Energiemanagement wissen, dann schau dir den Artikel zur Wallbox im Smart Home an.
Empfehlung:
Sinnvoll, wenn mehrere Energiekomponenten im Haushalt gemeinsam gesteuert werden sollen oder zusätzliche Optimierung gewünscht ist. Ein Speicher hilft vor allem dabei, Solarstrom später im Haushalt zu nutzen.
Passendes Setup: Wallbox + HEMS + PV-Anlage
In der Praxis ist PV-Laden kein Alles-oder-nichts-Thema. Viele Haushalte starten mit einer PV-fähigen Wallbox und einem EMS. Speicher, HEMS oder dynamischer Stromtarif können später dazukommen, wenn der Ladealltag zeigt, dass zusätzliche Optimierung sinnvoll ist.
Damit Laden mit Photovoltaik im Alltag zuverlässig funktioniert, müssen PV-Anlage, Wallbox und Messung der Energieflüsse im Gesamtsystem funktionieren. Nicht jedes Setup braucht Speicher, HEMS oder dynamischen Stromtarif. Für automatisches PV-Überschussladen sind aber eine steuerbare Wallbox, ein Energiemanagementsystem und eine saubere Messung am Hausanschluss entscheidend.
Das sollte vorhanden sein:
PV-Anlage: Je nach Fahrleistung benötigst du mindestens 8-10 kWp PV-Leistung für dein E-Auto. Entscheidend ist, dass nach Abzug des normalen Haushaltsverbrauchs mindestens ein PV-Überschuss von 1,4 kW zur Verfügung steht, damit die Wallbox einphasig laden kann und bei höherem Überschuss in das dreiphasige Laden wechseln kann.
Smarte Wallbox, die PV-Überschussladen unterstützt: Die Wallbox sollte steuerbar sein und die Ladeleistung automatisch an den verfügbaren PV-Überschuss anpassen können. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist außerdem eine Phasenumschaltung von 1- auf 3-phasig und umgekehrt, damit auch bei schwankender PV-Leistung sinnvoll geladen werden kann.
Suchst du noch eine Wallbox? Dann schaue dir dazu gerne unseren Artikel zum Thema “Welche Wallbox ist die beste für PV-Überschussladen” an.
Energiemanagementsystem: Für automatisches PV-Überschussladen braucht das System aktuelle Informationen zu Hausverbrauch und Netzeinspeisung. Ein EMS sorgt dafür, dass die Ladeleistung der Wallbox an den verfügbaren Überschuss angepasst wird.
Das kann zusätzlich sinnvoll sein:
Heimspeicher: Ein Speicher ist nicht zwingend notwendig. Er dient in der Regel dazu, überschüssigen Solarstrom für den späteren Haushaltsverbrauch zu speichern, etwa für Abend- und Nachtstunden.
HEMS: Ein Home-Energy-Management-System lohnt sich wenn der Haushaltsverbrauch mit weiteren größeren Verbrauchern optimiert werden soll.
Dynamischer Stromtarif: In sonnenarmen Phasen kann ein dynamischer Tarif das Laden mit Photovoltaik ergänzen. Dann wird nicht nur Solarstrom genutzt, sondern bei Bedarf auch günstiger Netzstrom eingeplant.
Installation durch eine Elektrofachkraft: Wallbox, Controller und Absicherung müssen fachgerecht installiert und geprüft werden.
Ob ein einfaches Setup reicht oder ein erweitertes System sinnvoll ist, hängt vor allem vom Ladeverhalten ab.
Die laufenden Kosten beim Laden mit einer PV-Anlage hängen vor allem von drei Werten ab: dem Strompreis aus dem Netz, der Einspeisevergütung für überschüssigen PV-Strom und dem Anteil der Ladeenergie, der tatsächlich aus der eigenen PV-Anlage kommt.
Szenario:
Jährliche Ladeenergie fürs E-Auto: 2.500 kWh
Netzstrompreis: 0,28 €/kWh
PV-Wert: 0,06772 €/kWh
Ladeszenario | Rechnung | Kosten |
|---|---|---|
Nur Netzstrom | 2.500 kWh × 0,28 € | ca. 700 € pro Jahr |
Laden mit 60 % PV-Anteil | 1.500 kWh × 0,06772 € + | ca. 382 € pro Jahr |
In diesem Beispiel sinken die jährlichen Ladekosten beim Laden mit Photovoltaik von rund 700 € auf rund 382 €. Das entspricht einer rechnerischen Ersparnis von etwa 318 € pro Jahr. Je höher der Anteil an PV-Überschuss beim Laden ist, desto stärker fällt die Ersparnis aus.
Die tatsächlichen Kosten können jedoch je nach Haushalt deutlich abweichen. Entscheidend sind unter anderem der eigene Stromtarif, die Einspeisevergütung, die Größe der PV-Anlage, der Ladezeitpunkt und das Fahrprofil. Auch Anschaffung und Installation von PV-Anlage, Wallbox, EMS oder Heimspeicher sind in diesem Rechenbeispiel nicht enthalten.
Für eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung lohnt sich deshalb der Blick auf Investitionskosten, Förderung und den jährlichen Strombedarf des E-Autos. Diese Punkte erklären wir ausführlicher im Artikel E-Auto über Wallbox mit deiner PV-Anlage laden.
go-e Controller
Maximiere den Eigenverbrauch deiner PV-Anlage. Steuere den Ladevorgang von Elektroautos mit dynamischem Lastmanagement, um eine Überlastung deines Stromanschlusses zu vermeiden. 1-phasiger oder 3-phasiger Anschluss möglich.
go-e Charger Gemini Flex 2.0 22 kW
Der go-e Charger Gemini flex 2.0 mit integrierter SIM-Karte ist da und bietet dir für mindestens 5 Jahre eine kostenlose Mobilfunkverbindung. Eine Verlängerung für 12 Euro (inkl. MwSt.) pro Jahr ist möglich. Die mobile Wallbox bietet bis zu 22 kW Ladeleistung für 1- und 3-phasiges Laden ab 1,4 kW. Die smarte Wallbox mit noch mehr Konnektivität lässt sich sowohl stationär in der Wandhalterung als auch mobil verwenden.
go-e Charger CORE
Die intelligente Ladelösung mit integriertem Kabel und modernem Design. Diese Wallbox ist einfach zu installieren und bequem zu bedienen. Zu den wichtigsten smarten Funktionen gehören das Laden mit Photovoltaik-Überschuss, flexible Stromtarife und vieles mehr. Die Wallbox ist ISO 15118-konform und damit V2X ready und Plug&Charge ready. Ladeleistung: von 1,4 kW bis 11/22 kW, je nach Anzahl der Phasen (einphasig, dreiphasig).
go-e Charger PRO CABLE
Der go-e Charger PRO mit integriertem MID-konformen Zähler adressiert u.a. die Bedürfnisse von Unternehmen, Flotten, Dienstwagenfahrer*innen, die zu Hause laden oder Mehrparteienhäusern. Die stationäre Wallbox mit sämtlichen von go-e bekannten smarten Features ist zudem gemäß ISO 15118 V2X ready (bidirektionales Laden) sowie Plug & Charge ready und bietet mit diesen Neuerungen noch mehr Ladekomfort und Effizienzgewinn. Ladeleistung: von 1,4 kW bis 11/22 kW je nach Anzahl der Phasen (1-phasig, 3-phasig)
In unserem Artikel PV-Überschussladen mit dem go-e Charger erfährst du, wie du deinen überschüssigen Solarstrom optimal nutzen kannst.
Laden mit Photovoltaik wird in Österreich immer relevanter: Immer mehr Haushalte haben Zugang zu eigenem Solarstrom und können diesen auch fürs E-Auto nutzen.
Laut dem Bundesverband Photovoltaic Austria wurden 2025 62.300 neue PV-Anlagen errichtet. Insgesamt waren 553.500 PV-Anlagen in Betrieb, die rund 15 % des österreichischen Stromverbrauchs abdeckten. Für private Haushalte ist vor allem die Struktur des Marktes interessant: 88 % der Anlagen sind PV-Anlagen bis 20 kW. Diese Größenordnung ist besonders relevant für das Laden mit Photovoltaik, weil sie häufig bei Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern oder kleineren Gebäuden vorkommt, also dort, wo auch private Wallboxen installiert werden.
In einer von Norstat für go-e in Q1 2026 durchgeführten repräsentativen Umfrage geben 18 % der Österreicher an, eine PV-Anlage zu nutzen. Weitere 12 % sagen, dass sie in den nächsten 3 Jahren eine PV-Anlage anschaffen wollen. 37 % der Befragten sagen aber auch, dass es in ihrem Zuhause nicht möglich ist, eine (eigene) PV-Anlage zu errichten.
9 % der Befragten in dieser Studie nutzen zuhause außerdem bereits eine fix installierte Wallbox oder Ladesäule zum Aufladen von Elektroautos. 6 % nutzen eine mobile Wallbox.
Für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher gibt es 2026 weiterhin die EAG-Investitionsförderung. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss für die Errichtung oder Erweiterung einer netzgekoppelten PV-Anlage sowie für einen damit verbundenen, gleichzeitig neu errichteten Stromspeicher.
Bei privaten Wallboxen ist die Lage 2026 anders. Es gibt derzeit keine Wallbox-Förderung für Privatpersonen in Österreich.
Auch die Förderung für das E-Auto selbst sollte bei der Planung geprüft werden. Das Förderprogramm E-Mobilität 2025 wurde mit 31.03.2026 beendet.
Für die Planung heißt das: PV-Anlage und Speicher können 2026 je nach Förderzeitraum und Voraussetzungen unterstützt werden. Sinnvoll ist deshalb, vor dem Kauf zusätzlich aktuelle Fördermöglichkeiten bei Bundesland, Gemeinde und Netzbetreiber zu prüfen.
PV-Überschussladen: Beim PV-Überschussladen wird das E-Auto bevorzugt mit dem Solarstrom geladen, der nach dem aktuellen Hausverbrauch übrig bleibt. Ziel ist es, den Eigenverbrauch zu erhöhen und möglichst wenig Netzstrom zu beziehen.
Eigenverbrauchsquote: Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, welcher Anteil des selbst erzeugten PV-Stroms direkt im eigenen Haushalt genutzt wird. Laden mit Photovoltaik kann diese Quote erhöhen, weil das E-Auto überschüssigen Solarstrom aufnehmen kann.
Phasenumschaltung: Die Phasenumschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen 1-phasigem und 3-phasigem Laden. Das ist besonders beim PV-Überschussladen hilfreich, weil auch bei niedrigerer PV-Leistung geladen werden kann.
Wechselrichter: Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der PV-Module in Wechselstrom um, der im Haushalt genutzt werden kann. Je nach System liefert er auch Daten für Energiemanagement, Monitoring oder Wallbox-Steuerung. Erfahre mehr dazu, wie du deine Wallbox mit dem Wechselrichter verbinden kannst.
EMS: Ein Energiemanagementsystem steuert Energieflüsse zwischen PV-Anlage, Haushalt, Wallbox und optionalem Speicher. Beim Laden mit Photovoltaik sorgt es dafür, dass die Ladeleistung an den verfügbaren PV-Überschuss angepasst wird.
HEMS: Ein Home-Energy-Management-System betrachtet das gesamte Energiesystem im Haus. Es kann PV-Anlage, Wallbox, Speicher, Wärmepumpe und Haushaltsverbrauch gemeinsam steuern und so den Eigenverbrauch optimieren.
Smart Meter: Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der Verbrauchs- und Einspeisedaten erfasst. Diese Daten können für dynamische Stromtarife, Energiemanagement und Verbrauchsauswertung relevant sein.
Modbus TCP, MQTT und HTTP-API: Diese Schnittstellen ermöglichen den Datenaustausch zwischen Geräten wie Wallbox, Wechselrichter, EMS oder Smart-Home-System. Sie sind wichtig, wenn verschiedene Komponenten miteinander kommunizieren sollen.
Stromwandler: Stromwandler messen die Stromflüsse an Leitungen, zum Beispiel am Hausanschluss. So erkennt ein Energiemanagementsystem, ob gerade Strom aus dem Netz bezogen oder ins Netz eingespeist wird.
ISO 15118: ISO 15118 ist ein Kommunikationsstandard zwischen Elektroauto und Ladeinfrastruktur. Er ist unter anderem für Funktionen wie Plug & Charge und künftige bidirektionale Anwendungen relevant.
Dynamischer Stromtarif: Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Energiepreis je nach Marktpreis und Zeitpunkt. Für E-Autos kann das interessant sein, weil Ladevorgänge in günstige Preiszeiten verschoben werden können.
Heimspeicher oder Batteriespeicher: Ein Heimspeicher speichert überschüssigen Solarstrom für spätere Nutzung. Beim Laden mit Photovoltaik kann er helfen, Solarstrom in die Abendstunden zu verschieben.
Lastmanagement: Lastmanagement steuert die verfügbare Ladeleistung, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird. Dynamisches Lastmanagement reagiert auf den aktuellen Stromverbrauch im Gebäude.
Als Orientierung sind mindestens 8–10 kWp sinnvoll, wenn ein nennenswerter Teil der Ladeenergie aus der eigenen PV-Anlage kommen soll. Entscheidend sind aber auch Fahrprofil, Ladezeitpunkt, Jahreszeit, Dachausrichtung und Hausverbrauch. Es wird ein Mindest-Überschuss von 1,4 kW benötigt, damit die Wallbox zumindest einphasig laden kann.
Ja, aber nur eingeschränkt. Ohne automatische Steuerung ist Laden mit Solarstrom zwar möglich, etwa wenn das Auto bei Sonnenschein angesteckt wird. Ob dabei tatsächlich nur PV-Überschuss genutzt wird, lässt sich aber kaum zuverlässig sicherstellen. Dafür müssten PV-Erzeugung, Haushaltsverbrauch und Ladevorgang laufend kontrolliert werden.
Automatisches PV-Überschussladen braucht daher eine geeignete Steuerung, zum Beispiel über eine kompatible Wallbox, App oder ein Energiemanagementsystem.
Geeignet ist eine Wallbox, die steuerbare Ladeleistung, PV-Anbindung und die Kommunikation mit einem EMS oder HEMS unterstützt. Besonders hilfreich sind außerdem eine automatische Phasenumschaltung, offene Schnittstellen und dynamisches Lastmanagement. Einen detaillierten Vergleich findest du im Artikel Beste Wallboxen für PV-Überschussladen 2026.
Im Winter erzeugt eine PV-Anlage weniger Strom und die verfügbaren PV-Überschüsse sind kleiner. Laden mit Photovoltaik funktioniert trotzdem, allerdings steigt meist der Netzstromanteil. Ein EMS, ein optionaler Heimspeicher oder ein dynamischer Stromtarif können helfen, auch in sonnenarmen Phasen günstiger und planbarer zu laden.
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