Wallbox für Eigentümergemeinschaften (WEG)
Du hast eine Eigentumswohnung und überlegst, dir eine Wallbox zum Laden deines E-Autos anzuschaffen? Großartig!
Wir erklären dir in diesem Artikel, wie du das Projekt Wallbox für WEG, also Wohnungseigentümergemeinschaft, realisierst und worauf du achten musst. Beachte jedoch, dass es für die nötige Herangehensweise sehr darauf ankommt, wo du lebst. Wir erklären dir in diesem Artikel die Regelungen für Deutschland.
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In Deutschland regelt das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz, kurz WEMOG, dein Recht auf den Einbau einer Wallbox auf deinem Parkplatz oder in der Garage. Die anderen Mitglieder der Eigentümergemeinschaft können das nicht grundsätzlich ablehnen. Wohl aber können sie mitreden, wenn es um das wie geht, also um die konkrete Durchführung der Baumaßnahmen.
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Schritt 1: Wallbox Installateur wählen
Suche dir daher zuerst unbedingt ein Installationsunternehmen, das schon Erfahrung beim Skalieren und Konzipieren des Lastmanagements für Elektrofahrzeuge hat. Wie findest du so ein Unternehmen?
Gute Anlaufstellen sind die Fachverbände der elektro- und informationstechnischen Berufe, lokale Netzbetreiber, zertifizierte Beraterinnen und Berater für Elektromobilität sowie örtliche Fachbetriebe, die sich auf Ladeinfrastruktur und Energiemanagement spezialisiert haben.
Schritt 2: Wallbox wählen und Installationsort prüfen
Hast du einen geeigneten Installationsbetrieb gefunden, wähle als nächstes eine passende Ladelösung aus. Dazu besprichst du deine Situation ausführlich mit dem Installationsunternehmen und ihr schaut euch auch alles genau vor Ort an. Der Elektroinstallateur klärt mit dem Netzbetreiber die Gebäudeanschlussleistung, damit die Stromversorgung sowohl für die Wohnungen und den Allgemeinstrom als auch für die geplante Anzahl an Wallboxen passt. Eventuell kann es nötig werden, ein intelligentes Lastmanagement zu planen. Das ist besonders wichtig, wenn ihr mehrere Interessenten für Wallboxen seid. Bei einer gemeinschaftlichen Nutzung ist in Deutschland außerdem der Einbau einer mess- und eichrechtskonformen Wallbox erforderlich.
Genaueres dazu findest du hier im Kapitel “Abrechnung der Ladekosten”.
Besitzt du eine Altbauwohnung, kann es aufgrund der veralteten Elektroinstallation zu höheren Kosten kommen, da sie gegebenenfalls erneuert werden muss. Ein anderer möglicher Kostentreiber kann der Verlege-Weg der Kabel sein. Lange oder komplizierte Verlegungslösungen können teuer werden. Hole deshalb mehrere Lösungsideen und Kostenvoranschläge ein. Am besten überlegst du auch im Vorfeld schon ein Szenario, wie man die Anlage notfalls erweitern kann, wenn andere Eigentümer nachträglich auch eine Wallbox benötigen. Du kannst also theoretisch in der WEG die Elektroinstallationsarbeiten bereits für alle Parkplätze durchführen lassen, aber die Wallboxen für zusätzliche Stellplätze könnten dann erst später erworben und einfach aufgesteckt werden. Das ist vermutlich die kostengünstigste Lösung für eine WEG, insbesondere wenn die Elektroinstallationsarbeiten auch noch förderfähig sind.
Schritt 3: Miteigentümer informieren
Wenn alles gut durchgeplant ist, informierst du als nächstes deine Miteigentümer schriftlich, per Brief oder E-Mail über dein Vorhaben. Du kannst vorher auch persönlich vorfühlen, was sie von der Idee halten. Vielleicht findest du unter ihnen ja weitere Interessenten. Vielleicht gibt es aber auch Bedenken, zum Beispiel in Bezug auf die Stromkosten. Am besten sammelst du alle diese Bedenken und entkräftest sie in deinem Schreiben Punkt für Punkt. Dein Schreiben enthält also eine Aufstellung verschiedener Varianten für die Wallbox-Installation mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, eine jeweilige kurze Projekt- und Ablaufbeschreibung sowie eine Kostenaufstellung.
Ja, auch wenn du allein die Kosten trägst!
Schritt 4: Antrag stellen
Wenn ihr mehrere Wallboxinteressierte seid, dann richtet ihr das Schreiben einfach gemeinsam an die Eigentümergemeinschaft. Die Antwort auf den Antrag kommt entweder per Umlaufbeschluss oder in der Eigentümerversammlung, welche in der Regel nur einmal im Jahr stattfindet. Um auf die Tagesordnung zu kommen, muss der Antrag daher spätestens 3 Wochen vor der Versammlung eingehen. Du kannst diesbezüglich bei der Hausverwaltung nachfragen.
Wie schon eingangs gesagt: Ablehnen darf die Eigentümerversammlung deinen Antrag nicht, aber über die Ausgestaltung, also über das wie können alle mitreden. Deswegen ist es so wichtig, dass du verschiedene Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen beschreibst.
Schritt 5: Wallbox Installation
Liegen nun der mehrheitliche Beschluss und die Entscheidung für eine Variante vor, kann der Installateur mit der Installation loslegen, sobald er deinen Netzbetreiber informiert hat.
Dann gibt’s das Happyend für dich: Du kannst dein E-Auto an der eigenen Wallbox laden!
Übrigens: Seit 2019 muss man in Deutschland eine Wallbox anmelden, egal ob sie stationär oder mobil ist.
Abrechnung der Ladekosten
Nehmen wir an, die Zustimmung der Miteigentümer hat geklappt: Die Wallbox wird angebracht und lädt das E-Auto. Jetzt stellt sich die Frage: Wie wird der verbrauchte Strom abgerechnet?
Da gibt es drei häufige Fälle:
Wallbox am Wohnungsstromzähler
Erstens die Einzellösung, bei der die Ladestation einfach am Wohnungs-Stromzähler hängt. Da dieser ohnehin geeicht ist, muss es die Wallbox nicht sein. Du kannst also zum Beispiel auf einen go-e Charger Gemini 2.0 mit einfachen Stromzähler zurückgreifen. Gut ist es aber, wenn du die Zugangssicherung mittels RFID-Karte aktivierst, damit sich niemand einfach am Strom aus deiner Wallbox bedient.
Wallbox am Allgemeinstromzähler auf eigenem Parkplatz mit eigener Wallbox
Alle Wallbox-Interessenten haben jeweils eigene Parkplätze mit fix installierten Wallboxen. Dann braucht Ihr einen MID-konformen Zähler pro Wallbox. Dieser ist beispielsweise beim go-e Charger PRO bereits integriert. So kann die Hausverwaltung den Ladestrom gesetzeskonform pro Wohnungseigentümer abrechnen.
Wallbox am Allgemeinstromzähler auf Gemeinschaftsparkplatz mit Wallboxen
Es gibt bei euch in der Wohnanlage einige Parkplätze mit E-Ladestationen, und nach Bedarf kannst du als Miteigentümer mit deinem E-Fahrzeug dann dort parken und laden. Dann ist in Deutschland eine Wallbox erforderlich, die nicht nur MID-konform sondern auch mess- und eichrechtskonform ist, wie zum Beispiel der go-e Charger PRO CABLE ME, der vorrausichtlich in Q2/2025 auf den Markt kommt. Die Abrechnung erfolgt auch hier wieder über die Hausverwaltung.
Übrigens: Sollte sich die Hausverwaltung für eine manuelle Abrechnung entscheiden, ist beim go-e Charger PRO keine spezielle Abrechnungssoftware erforderlich. Die Ladedaten können dann einfach über das kostenlose Backend von go-e über den Browser eingesehen und heruntergeladen werden. Andernfalls lassen sich go-e Charger über offene und standardisierte Schnittstellen auch mit automatisierter Abrechnungssoftware verbinden.
Wallboxen von go-e für deine WEG
go-e Charger PRO CABLE
Der go-e Charger PRO CABLE mit integriertem MID-konformen Zähler adressiert u.a. die Bedürfnisse von Unternehmen, Flotten, Dienstwagenfahrer*innen, die zu Hause laden oder Mehrparteienhäusern. Die stationäre Wallbox mit sämtlichen von go-e bekannten smarten Features ist zudem gemäß ISO 15118 V2X ready (bidirektionales Laden) sowie Plug & Charge ready und bietet mit diesen Neuerungen noch mehr Ladekomfort und Effizienzgewinn. Ladeleistung: von 1,4 kW bis 11/22 kW je nach Anzahl der Phasen (1-phasig, 3-phasig)
go-e Charger Gemini flex 2.0 22 kW
Der go-e Charger Gemini flex 2.0 mit integrierter SIM-Karte ist da und bietet dir für mindestens 5 Jahre eine kostenlose Mobilfunkverbindung. Eine Verlängerung für 12 Euro (inkl. MwSt.) pro Jahr ist möglich. Die mobile Wallbox bietet bis zu 22 kW Ladeleistung für 1- und 3-phasiges Laden ab 1,4 kW. Die smarte Wallbox mit noch mehr Konnektivität lässt sich sowohl stationär in der Wandhalterung als auch mobil verwenden.
go-e Charger Gemini flex 2.0 11 kW
Der go-e Charger Gemini flex 2.0 mit integrierter SIM-Karte ist da. Die mobile Wallbox bietet bis zu 11 kW Ladeleistung für 1- und 3-phasiges Laden ab 1,4 kW. Die smarte Wallbox mit noch mehr Konnektivität lässt sich sowohl stationär in der Wandhalterung als auch mobil verwenden.
go-e Charger Gemini 2.0 11 kW
Der go-e Charger Gemini 2.0 mit integrierter SIM-Karte ist da. Die stationäre Wallbox bietet bis zu 11 Ladeleistung für 1- und 3-phasiges Laden ab 1,4 kW. Die smarte Wallbox mit noch mehr Konnektivität für zu Hause oder den Unternehmensparkplatz.
go-e Charger Gemini 2.0 22 kW
Der go-e Charger Gemini 2.0 mit integrierter SIM-Karte ist da und bietet dir für mindestens 5 Jahre eine kostenlose Mobilfunkverbindung. Eine Verlängerung für 12 Euro (inkl. MwSt.) pro Jahr ist möglich. Die stationäre Wallbox bietet bis zu 22 kW Ladeleistung für 1- und 3-phasiges Laden ab 1,4 kW. Die smarte Wallbox mit noch mehr Konnektivität für zu Hause oder den Unternehmensparkplatz.
go-e Charger Gemini flex 11 kW
Die intelligente Wallbox lässt sich sowohl stationär in der Wandhalterung als auch mobil verwenden. Für die Installation der Ladestation ist kein Elektriker erforderlich. Ladeleistung von 1,4 kW bis 22 kW. 1-phasiges oder 3-phasiges Laden.
go-e Charger Gemini flex 22 kW
Die intelligente Wallbox lässt sich sowohl stationär in der Wandhalterung als auch mobil verwenden. Für die Installation der Ladestation ist kein Elektriker erforderlich. Ladeleistung von 1,4 kW bis 22 kW. 1-phasiges oder 3-phasiges Laden.
go-e Charger Gemini 22 kW
Die intelligente Wallbox für zu Hause oder den Unternehmensparkplatz. Intuitives Design und zahlreiche Sicherheitsfunktionen kombiniert mit smarten Komfortfunktionen, die auch zu nachhaltigem Laden einladen. Ladeleistung von 1,4 kW bis 22 kW. 1-phasiges oder 3-phasiges Laden.
go-e Charger Gemini 11 kW
Die intelligente Wallbox für zu Hause oder den Unternehmensparkplatz. Intuitives Design und zahlreiche Sicherheitsfunktionen kombiniert mit smarten Komfortfunktionen, die auch zu nachhaltigem Laden einladen. Ladeleistung von 1,4 kW bis 22 kW. 1-phasiges oder 3-phasiges Laden.
Zusammenfassung
Es gibt also verschiedene Lösungen. Welche der go-e Wallboxen am besten passt, musst du für deine ganz spezielle Situation abklären.
Prinzipiell gilt: Immer dann, wenn man eine verlässliche, kWh-genaue Stromzählung und eine gesetzeskonforme Abrechnung der Strommenge braucht, ist der go-e Charger PRO die beste Wahl. Ist die Ladestation ohnehin an einen separaten externen geeichten Zähler angeschlossen, wie zum Beispiel an den Wohnungszähler, eignet sich auch der go-e Charger Gemini. Wohlgemerkt gilt das nicht beim Anschluss an den Allgemeinstrom. Smarte Wallboxen mit statischer Lastmanagement-Funktion sind beide Geräte. Für dynamisches Lastmanagement könntest du den go-e Controller oder andere Energiemanagementsysteme heranziehen.
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