Wallbox anmelden: Alles was du wissen musst!
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Mit ein paar Klicks kannst du dir ganz einfach online eine Wallbox kaufen. Auch die Installation ist ein Kinderspiel, egal ob du dich für eine mobile oder eine stationäre Wallbox entscheidest.
Zwischen diesen beiden Schritten ist es jedoch wichtig, die Anmeldung deiner Wallbox zu berücksichtigen. Brauchst du eine Zulassung? Wenn ja, wie bekommst du sie? Diese und weitere Fragen bekommen wir bei go-e immer wieder gestellt.
Daher möchten wir in diesem Blog Beitrag diese Fragen beantworten.
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Muss ich meine Wallbox in Deutschland anmelden?
Ob du deine Wallbox registrieren lassen musst, hängt in erster Linie vom Land ab, in dem du lebst und den dort geltenden Bestimmungen. Zudem kann es aber auch immer wieder innerhalb eines Landes unterschiedliche Regeln geben. Es kann also grundsätzlich nie schaden, sich zweimal zu erkundigen.
In diesem Artikel schauen wir uns die Regelungen für Deutschland genauer an. Für die Wallbox Anmeldung in Österreich, haben wir gesondert einen Artikel verfasst.
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Muss ich eine mobile Wallbox anmelden?
Ja, eine mobile Wallbox muss grundsätzlich beim Netzbetreiber angemeldet werden, wenn ihre Ladeleistung bis zu 11 kW beträgt. Liegt die Ladeleistung darüber, ist zusätzlich eine Genehmigung für die Installation erforderlich.
Es gilt: Wallboxen mit einer Ladeleistung von mehr als 3,7 kW unterliegen generell der Anmeldepflicht.
Wallbox Anmeldung: Regelungen für Deutschland
Seit 2019 muss man in Deutschland eine Wallbox anmelden, egal ob sie stationär oder mobil ist. Diese Regelung ist in §19 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) erwähnt. Manchmal wird behauptet, dass mobile Ladestationen oder mobile Wallboxen von dieser Regelung ausgenommen sind. Das ist aber völlig falsch.
Um genau zu sein, musst du:
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eine Wallbox anmelden, wenn sie bis zu 11 kW leistet
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eine Genehmigung für die Installation einer Wallbox erhalten, wenn deren Leistung mehr als 11 kW beträgt
Die Verordnung besagt, dass die Anmeldung einer Wallbox mit einer Ladeleistung von mehr als 3,7 kW obligatorisch ist. Das bedeutet aber im Grunde, dass du fast jede Wallbox, die zum regelmäßigen Laden ausreicht, anmelden musst.
Mit §14a EnWG und der damit verbundenen Pflicht zur netzdienlichen Bewirtschaftung von Ladestationen sollte die Genehmigungspflicht eigentlich ab Januar 2024 entfallen. Allerdings haben uns viele Kunden berichtet, dass ihre Netzbetreiber weiterhin auf eine Genehmigung der Wallbox bestehen.
Der Paragraph 14a des Energiewirtschaftsgesetzes
Nach Paragraph 14a des Energiewirtschaftsgesetzes müssen seit dem 1. Januar 2024 neu installierte Wallboxen mit einer Ladeleistung von mehr als 4,2 kW durch den Netzbetreiber steuerbar sein. Diese Art der Steuerung ist mit einem Rundsteuerempfänger möglich, einem Gerät, das dabei hilft, den Stromfluss vom Netz zu den Geräten im Gebäude zu regulieren. Der Netzbetreiber, der den Stromverbrauch in deinem Gebiet überwacht, kann bei einer möglichen Überlast des Stromnetzes den Ladestrom und damit die Ladeleistung deines Autos vorübergehend reduzieren. Keine Angst. Dein Ladevorgang wird dadurch in der Regel nicht merkbar beeinträchtig.
Was hast du nun davon?
Du erhältst eine reduzierte Netzgebühr. Wir haben zum Thema Paragraph 14a des EnWG übrigens einen separaten Artikel geschrieben, in dem wir dir die Vorteile und die unterschiedlichen Modelle der Netzentgeldentlastung zeigen. Wie sich die Steuerung mit go-e Chargern umsetzen lässt, erfährst du übrigens im Dokument zur §14a EnWG Konformität.
Wer genehmigt meine Wallbox?
Um deine installierte Wallbox mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW anzumelden oder um eine Genehmigung für deine Wallbox mit einem höheren Leistungsergebnis zu beantragen, musst du dich mit dem örtlichen Netzbetreiber in Verbindung setzen. Leider gibt es in Deutschland hunderte von Netzbetreibern. Daher kann das Verfahren sehr unterschiedlich sein.
Beachte: Netzbetreiber ist nicht gleich Stromanbieter.
Der Stromanbieter kümmert sich um die Stromversorgung, d.h. er verkauft dir den Strom, während der Netzbetreiber das Stromnetz unterhält und ausbaut.
Wer dein Netzbetreiber ist, erfährst du durch einen Blick auf deinen Stromzähler und deine Jahresrechnung. Natürlich kann dir auch dein Stromlieferant, mit dem du einen Stromliefervertrag hast, diese Informationen geben.
In der Regel findest du ein Online-Formular, das du ausfüllen und zur Registrierung oder Genehmigung abschicken kannst, oder du wendest dich an deinen örtlichen Netzbetreiber und fragst nach dem genauen Verfahren. Leider gibt es in Deutschland Hunderte von Netzbetreibern. Die Details können daher sehr unterschiedlich sein. Für die Anmeldung ist jedoch oft die Hilfe eines Elektrikers erforderlich.
Die Anmeldung einer Wallbox ist kostenlos.
Wie lange muss ich auf die Zusage warten?
Wenn du deine Wallbox nur registrieren lassen musst, kannst du sie sofort nach der Registrierung in Betrieb nehmen.
Bei der Genehmigung von Wallboxen mit mehr als 11 kW hat der Netzbetreiber maximal zwei Monate Zeit, um auf deinen Antrag zu reagieren. In solchen Angelegenheiten gibt es keinen Durchschnitt. Das kann eine Woche dauern oder volle zwei Monate.
Nach Erhalt der Genehmigung hast du wiederum vier Monate Zeit, die Wallbox in Betrieb zu nehmen.
Kann der Netzbetreiber meine Wallbox ablehnen?
Seit 2024 kann der Netzbetreiber den Anschluss nicht mehr ablehnen oder verzögern, nur weil er glaubt, dass sein Netz zu überlastet sein könnte. Er kann den Anschluss nur dann ablehnen, wenn eine echte Gefahr für die Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Stromnetzes besteht.
Die Anschlüsse und Sicherungen in deinem Gebäude müssen den Sicherheitsvorschriften entsprechen, und der Stromkreis muss für die Leistung der Wallbox geeignet sein. Es kann also sein, dass du Besuch vom Netzbetreiber bekommst, der deine Elektrik überprüfen. Stellt der Netzbetreiber Sicherheitsprobleme fest, z. B. eine schlechte Verkabelung, wird die Installation deiner Wallbox nicht genehmigt. Es ist dann an dir bzw. des Hausbesitzers, diese Probleme zu beheben oder nicht. Sobald die Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, kannst du erneut eine Genehmigung beantragen.
Checkliste für die Anmeldung deiner 22 kW Wallbox in Deutschland
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Vergewissere dich, dass dein Haus für den Einbau der Wallbox geeignet ist, eventuell mit Hilfe von Fachleuten.
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Finde heraus, welche Wallbox am besten zu dir passt. Das kann zum Beispiel der go-e Charger Gemini/Gemini 2.0 oder Gemini flex/Gemini flex 2.0 sein.
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Vergewissere dich, dass du einen Rundsteuerempfänger installiert hast, damit die Wallbox vom Netzbetreiber in Ihrem Gebiet gesteuert werden kann.
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Hole dir das das Okay des Netzbetreibers für die Installation deiner Wallbox. Du erhältst innerhalb von zwei Monaten eine Genehmigung oder Ablehnung bei möglichen Sicherheitsmängeln.
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In Falle von Mängeln: Behebe die festgestellten Mängel und weise diese gegenüber dem Netzbetreiber nach.
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Kaufe deine präferierte Wallbox und lasse dir sie entweder von einem Elektriker installieren oder stecke sie einfach in die rote CEE-Steckdose, wenn es sich um eine mobile Wallbox handelt, wie unseren go-e Charger Gemini flex oder go-e Charger Gemini flex 2.0.
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Informiere den Netzbetreiber über die Inbetriebnahme der Wallbox.
Checkliste für die Anmeldung einer 11 kW Wallbox in Deutschland
- Vergewissere dich, dass dein Haus für die Unterbringung der Wallbox vorbereitet ist, eventuell mit Hilfe von Fachleuten.
- Entscheide dich für die Wallbox, die deinen Bedürfnissen am besten entspricht.
- Stelle sicher, dass ein Rundsteuergerät installiert ist, damit der Netzbetreiber die Stromversorgung deiner Wallbox steuern kann.
- Kaufe dir deine Wallbox und beauftrage entweder einen Elektriker mit der Installation oder schließe sie einfach an die rote CEE-Steckdose an, wenn es sich um eine mobile Wallbox handelt.
- Registriere die Wallbox, indem du ein Formular auf der Website deines Netzbetreibers ausfüllen oder dich auf andere Weise mit ihm in Verbindung setzt. Die Installation einer Heim-Wallbox bis zu 11 kW kann nicht abgelehnt werden.
- Genieße das bequeme Aufladen zu Hause!
Warum ist in manchen Fällen die Anmeldung einer Wallbox wichtig?
Der Hauptgrund für die Anmeldung von Wallboxen ist die Sicherheit. Sie hilft den Netzbetreibern, Vorhersagen darüber zu treffen, wie viel Strom in bestimmten Gebieten zu bestimmten Zeiten benötigt wird. Je mehr Haushalte sich für die Installation einer eigenen Wallbox entscheiden, desto wichtiger wird dieses Thema. Die Informationen, die du bei der Registrierung an deinen Netzbetreiber übermittelst, ermöglichen es dem Unternehmen, für die Stabilität des Stromnetzes zu sorgen und eine Überlastung zu verhindern.
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