Strompreisentwicklung in Deutschland in 2025
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Die Strompreise in Deutschland haben in den letzten Jahren geschwankt, sind aber jetzt sowohl für kleine Haushalte als auch für Unternehmen verschiedener Größenordnungen gesunken. Dieser jüngste Rückgang bedeutet eine gewisse Erleichterung für die Energieverbraucher im ganzen Land.
Erfahre, was hinter diesen Änderungen steckt und was das für deine Stromrechnung bedeutet.
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Steigen oder sinken die Strompreise in Deutschland?
Die Strompreise in Deutschland sinken. Im Jahr 2025 gibt es für die Haushalte gute Nachrichten: Der durchschnittliche Strompreis ist im Vergleich zum Vorjahr 0.42 Cent/kWh gesunken. So liegt der aktuelle Durchschnittspreis bei 39,8 Cent/kWh für Personen mit einem typischen Jahresverbrauch von 3.500 kWh.
Beginnt sich also der Trend der steigenden Kosten umzukehren? Wir laden dich ein, dir das genauer anzusehen.
Wie hoch ist der Strompreis pro kWh in Deutschland?
Für normale Haushalte liegt der durchschnittliche Strompreis bei 39,8 Cent/kWh, während kleine bis mittlere Industrieunternehmen durchschnittlich 18,75 Cent/kWh zahlen. Während Haushalte im Vergleich zu 2024 eine Preissenkung erlebt haben, was eine Erleichterung verschafft, sind die Kosten für Industriebetriebe leicht gestiegen.
Strompreisentwicklung in Deutschland von 2022 bis 2025
In den letzten Jahren haben die Strompreise von Jahr zu Jahr stark geschwankt. 2022 kostete Strom in Deutschland durchschnittlich 46,27 Cent pro kWh. 2023 stieg der Preis deutlich auf 47,01 Cent pro kWh. In diesem Jahr hat sich die Lage jedoch verbessert, da der durchschnittliche Strompreis in Deutschland bei 39,8 Cent pro kWh liegt, was zwar etwas höher ist als 2024 (40,22 Cent pro kWh), aber deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren.
Die Veränderung war für kleine und mittelständische Unternehmen noch größer. 2022 zahlten sie 43,2 Cent pro kWh, doch 2023 fiel der Preis auf 24,46 Cent. 2024 sank er weiter auf 17,09 Cent, und nun, im Jahr 2025, liegt er bei 18,75 Cent pro kWh, also leicht höher im Vergleich zum Vorjahr.
Für Unternehmen, die stark auf Energie angewiesen sind, ist diese Senkung eine wunderbare Gelegenheit, Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und Mittel in Wachstum oder Innovation umzuleiten. Zum Beispiel in die Installation einer Flotte von Ladestationen zum Aufladen von Firmenwagen.
Wie wird der Strompreis pro kWh berechnet?
Der gesamten Strompreis = Erzeugungskosten + Lieferkosten + Steuern und Abgaben + Netzgebühren.
Wie du siehst, geht es beim Strompreis pro kWh nicht nur um die Energie selbst – er ist ein Cocktail aus mehreren Komponenten. Die Kosten für die Erzeugung und Verteilung von Strom sind um 0,97 Cent pro kWh gesunken. Gegenwärtig liegen sie bei 16,12 Cent pro kWh, was für die Verbraucher eine gute Nachricht ist. Dank dieser Senkung kannst du Energie sparen und mehr Geld für wichtige Dinge ausgeben, z. B. für Geschenke für deine Liebsten.
Die Steuern und Abgaben für Haushaltskunden sind gestiegen und liegen nun bei 12,72 Cent pro kWh. Die Netzentgelte, die u. a. für die Instandhaltung und Modernisierung des Stromnetzes anfallen, sind um 0,46 Cent pro kWh gesenkt worden und liegen jetzt bei 10,96 Cent pro kWh. Das ist zwar nur ein Teil des Gesamtpreises, aber jedes bisschen hilft, die finanzielle Belastung zu verringern.
Hinweis: Je näher du an Energiequellen wohnst (z. B. Windparks in Norddeutschland), desto niedriger können die Netzkosten sein. Diese Kosten, die 20 bis 25 Prozent des Gesamtpreises ausmachen, werden für den Bau, die Instandhaltung und den Ausbau des Stromnetzes verwendet.
Wodurch wird der Strompreis beeinflusst?
Die Strompreise spiegeln das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, der Art der verwendeten Energie und den Kosten für den Bau und Betrieb von Kraftwerken wider. Mit anderen Worten: Die Kosten, die du pro kWh zahlst, werden durch eine Kombination von Marktfaktoren und Produktionsmethoden bestimmt.
Marktangebot und -nachfrage
Die Strompreise werden auf nationalen und internationalen Plattformen wie EEX oder EPEX Spot ermittelt. Die Rechnung ist einfach: Wenn die Nachfrage gering und das Angebot hoch ist, sind die Preise niedrig. Wenn aber die Nachfrage steigt (z. B. in heißen Sommern) oder das Angebot sinkt (z. B. bei weniger Windkraft), steigen die Preise.
Dieses Prinzip gilt jedoch nicht immer. Viele Energieunternehmen wie der Verbund kaufen Energie für einen längeren Zeitraum im Voraus ein. Ihr Einkaufspreis - und damit der Verbraucherpreis - spiegelt daher nicht immer die kurzfristigen Schwankungen des Energiemarktes wider.
Technologie und Produktionskosten
Auch die Art der Stromerzeugung spielt eine Rolle. So sind erneuerbare Energieträger beispielsweise billiger in der Produktion, weil sie im Gegensatz zu herkömmlichen Kraftwerken, die mit Kohle, Gas oder Öl betrieben werden, weder Brennstoff noch CO2-Zertifikate benötigen.
Preisbildungsmechanismus
Die Strompreise werden wie bei einer Auktion festgelegt. Kraftwerke bieten Strom an, beginnend mit dem billigsten, und weitere werden hinzugefügt, bis die Nachfrage gedeckt ist. Der Preis des letzten, teuersten Kraftwerks legt den Preis für den gesamten Strom fest, sodass auch billigere Kraftwerke diesen Preis erhalten.
Igor Schellander, Marktforschung bei go-eStrompreise in Deutschland liegen über dem europäischen Durchschnitt
Die Strompreise in Deutschland und vielen anderen Ländern liegen über dem europäischen Durchschnitt. Einer der Gründe dafür ist das Merit-Order-Prinzip, bei dem Gaskraftwerke den Leitpreis bestimmen. Ohne Reform wird der Übergang zu fossilfreier Energie und der Preisanstieg weitergehen.
Warum sinken die Strompreise?
Obwohl die Strompreise in Deutschland immer noch zu den höchsten weltweit gehören, ist die gute Nachricht, dass sie sich in die richtige Richtung bewegen. Aber was ist der Grund für diese positive Veränderung?
Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und möchten dir mitteilen, was wir herausgefunden haben.
Mehr grüne Energie als je zuvor
Deutschland erreicht bei den erneuerbaren Energien einen neuen Höchststand. Im ersten Halbjahr 2024 wurden 140 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien produziert - so viel wie nie zuvor. Das waren 65 Prozent der gesamten Stromerzeugung, was sich positiv auf die Stromrechnung der Menschen in Deutschland auswirkt.
Gleichgewicht zwischen Import und Export erreicht
Anfang 2024 kaufte Deutschland mit einem Nettoimport von 11,3 Terawattstunden mehr Strom ein als es verkaufte. Da die Strompreise für Wind- und Wasserkraft in Skandinavien recht niedrig sind, waren die Importe eine finanziell günstigere Entscheidung als die Nutzung von Strom aus deutschen Kohle- und Gaskraftwerken. In der Zwischenzeit schickte Deutschland Strom in Länder wie Österreich und Polen und nutzte sein gut ausgebautes Netz, um von den Stromüberschüssen zu profitieren.
Die Regierung schaltete sich ein
Die deutsche Regierung führte die so genannte Energiepreisbremse und Subventionen ein, um Verbraucher und Industrie vor himmelhohen Energiekosten zu schützen. Diese Maßnahmen wirkten wie ein Sicherheitsnetz und verhinderten, dass die Preise aus dem Ruder liefen.
Was kann ich gegen die Strompreisänderungen tun?
Unabhängig davon, ob die Energiepreise steigen oder fallen, ist es wichtig, Kontrolle über deine Energiekosten zu haben. Zu den wichtigsten Schritten gehören der Wechsel des Anbieters, um den besten Tarif zu finden, die Überwachung deines Energieverbrauchs und die Erzeugung von eigenem Solarstrom.
Ein Vergleich und Wechsel des Anbieters ist empfehlenswert, um maximale Kosteneinsparungen zu erzielen
Verschiedene Anbieter haben oft unterschiedliche Tarife, Sonderangebote oder Rabatte, und wenn du dich umschaust, kannst du Optionen finden, die deinen Bedürfnissen besser entsprechen und die Kosten senken. Ein regelmäßiger Vergleich der Tarife stellt sicher, dass du nicht zu viel für die Dienstleistungen bezahlst.
In Deutschland stehen den Verbrauchern mehrere Dienste zur Verfügung, die ihnen helfen, den passenden Stromanbieter zu finden und den richtigen Tarif zu wählen. Einer davon ist Verivox mit seinem Online-Stromvergleichstool. Du musst nur ein paar Angaben zu deinem Haushalt machen, z. B. deine Postleitzahl, deinen jährlichen Stromverbrauch, die Größe deines Haushalts usw.
Mit einem Klick erhältst du eine Liste von Stromanbietern mit den für dich am besten geeigneten Tarifen.
Behalte deinen Stromverbrauch im Auge
Installiere einen intelligenten Stromzähler, um den Energieverbrauch in Echtzeit zu verfolgen. Viele Apps können mit deinem intelligenten Zähler verbunden werden und geben dir detaillierte Informationen darüber, wo und wann du Energie verbrauchst, damit du Möglichkeiten zur Senkung des Verbrauchs erkennen kannst.
Investiere in eine PV-Anlage
Wenn möglich, solltest du PV-Paneele installieren, um deinen eigenen Strom zu erzeugen. So bist du weniger abhängig vom Stromnetz und kannst dich vor schwankenden Preisen schützen. Ein zusätzliches Batteriespeichersystem für deinen Solarstrom sorgt für zusätzliche Sicherheit. Eine solche Lösung ist zwar immer noch relativ kostspielig, aber in den letzten Jahren immer erschwinglicher geworden.
Wie kann ich mein Elektroauto kostengünstig aufladen?
Eine der effektivsten Möglichkeiten, dein Elektroauto kostengünstig zu laden, ist die Installation einer smarten Wallbox zu Hause. Das Aufladen mit eigenem Strom ist immer billiger als die Nutzung öffentlicher Ladestationen, egal ob es sich um normale Wechselstrom-Ladegeräte oder schnelle und superschnelle Gleichstrom-Ladegeräte handelt.
Wir haben bereits erwähnt, dass die Wallbox aus einem bestimmten Grund intelligent sein muss. Während billige, einfache Wallboxen nur Strom aus dem Netz in dein Auto leiten können, sobald du das Kabel einsteckst, verfügen intelligente Wallboxen über kostensparende Funktionen. Wenn du sie einmal ausprobiert hast, wirst du nie wieder einfache Wallboxen benutzen wollen!
Beim Kauf einer smarten Wallbox solltest du auf die folgenden Merkmale achten:
E-Auto mit PV-Überschuss laden
Wenn der Tag besonders sonnig ist und alle Geräte zu Hause genug Strom von den Solarmodulen bekommen, aber noch PV-Überschuss übrig ist, kann dieser in die Autobatterie eingespeist werden. Das kannst du mit einem Energiemanagementsystem wie dem go-e Controller und dem go-e Charger tun. Das EMS überwacht die verfügbare Energiemenge und gibt dem Ladegerät ein Signal, den Ladevorgang einzuleiten, sobald ein Energieüberschuss vorhanden ist.
Flexible Stromtarife
Mit dynamischen Stromtarifen wird dein Elektroauto zu einem intelligenten Sparfuchs, der dann lädt, wenn die Strompreise am niedrigsten sind. Mit dem „ECO-Modus“ des go-e Charger verfolgt deine Wallbox automatisch die Echtzeitpreise deines Energieversorgers und lädt nur dann, wenn die Kosten die von dir gewünschte Höhe erreichen. Der Modus „Daily Trip“ sorgt dafür, dass dein Auto rechtzeitig mit der benötigten Energie versorgt wird, während du gleichzeitig die günstigsten Stunden auswählst, um Geld zu sparen.
Hinweis: Ab dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromanbieter in Europa dynamische Tarife anbieten.
kWh-Grenze
Wenn du in einer hügeligen Gegend wohnst und planst, dein E-Auto durch „Rekuperation“ aufzuladen, während du bergab fährst, brauchst du keine volle Ladung. Warum also Geld dafür ausgeben? In der go-e App kannst du einfach deine gewünschte Energiemenge einstellen und hast so die volle Kontrolle und Flexibilität für deine Reise.
Wallbox mit RFID
Was passiert, wenn jemand deine Wallbox benutzt, während du nicht zu Hause bist? Mit einer Wallbox mit RFID-Funktion kannst du unbefugten Zugriff verhindern. Schränke den Zugang einfach auf dich selbst, deine Familie oder andere Personen ein, indem du deren RFID-Tags in der go-e App registrierst. Nur registrierte Benutzer können dann aufladen. Außerdem behält die App den Überblick darüber, wer, wie viel und wann aufgeladen hat. Das heißt, wenn du deine Wallbox mit einem Nachbarn teilst, weißt du genau, wie viel er dir schuldet.
Zusammenfassung
Trotz steigender Kosten in vielen Bereichen sind die Strompreise in Deutschland im Vergleich zum letzten Jahr gesunken.
Um mit Strompreisänderungen umzugehen, solltest du Anbieter vergleichen, um den besten Tarif zu finden, deinen Energieverbrauch mit intelligenten Tools überwachen und die Erzeugung von eigenem Solarstrom in Betracht ziehen, um die Kosten zu senken. Wenn du dein Elektroauto zu Hause auflädst, erhöht sich zwar deine Stromrechnung, aber es ist immer noch billiger als das Aufladen an öffentlichen Ladestationen. Auf lange Sicht kannst du so sogar deine Gesamtkosten senken.
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